Die Fahreigenschaften des Roco VT11.5 mit dem alten Rundmotor waren nach Einbau eines Decoders sehr enttäuschend und stellten keinen akzeptabelen Zustand dar. An einen Einsatz auf der Modellbahn war daher nicht zu denken. Es stand entweder der Verkauf oder der komplette Umbau zur Diskussion. Da ich das 7-teilige Schmuckstück nur ungern verkauft hätte und der Firma Roco diese Problematik wohl bekannt ist, gibt es bei Roco einen Austauschmotor mit Schwungmasse (Art.-Nr.: 85095). Auch die permanente Innenbeleuchtung trägt zu einer gesammt Stromaufnahme von über 1A bei, was zu Problemen führt. Vom Flackern einmal abgesehen. Aus diesem Grund wurde die komplette Innenbeleuchtung  ersetzt und wird nun über den Zusatzausgang des Decoders ein und aus geschaltet. Die Spannung wird jedoch vorher noch gleichgerichtet um das Flackern zu reduzieren. Die alte Sofitte im Motorwagen ist durch eine warm-weiße 5mm LED mit Vorwiderstand ersetzt worden, die einfach in die bestehende Halterung gelötet ist. Auch bei den fünf Mittelwagen wurde jeweils die Standardbeleuchtung durch eine weiße Led mit 1kOhm Vorwiderstand ersetzt. Nach entfernen der alten Lampe muß das Loch jedoch auf 5 mm aufgebohrt werden. Danach kann man die LED einfach reinstecken (den Rand der Led abfeilen). Jetzt liegt die Stromaufnahme der Beleuchtung bei 70mA für den kompletten Zug. Damit die Innenbeleuchtung aller Wagen gemeinsam geschaltet werden kann, wurden die Wagen noch elektrische miteinander verbunden. Dafür bekamen die Wagen auf einer Seite Buchsen mit Sekundenkleber auf die Deichseln geklebt und auf der anderen Seite Steckerleisten zum Lösen der Verbindung. Es wurden Leisten mit dem Rastermaß 1,25 mm verwendet um die Sache möglichst klein und unsichtbar zu halten. Zwischen den ersten zwei Wagen sind 4polige Leisten verbaut um noch die Gleisspannung der Wagen zur besseren Stromaufnahme des Triebkopfes zu verwenden. Die restlichen Wagen erhielten nur noch 2pol Verbindungen für die Beleuchtung. Die obligatorische Zugerkennung darf natürlich auch nicht fehlen. Jetzt fährt der Triebzug selbst über lange Weichenstraßen und verschmutze Schienen butterweich.
Zuletzt geändert am 18.04.2019
 
 
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Der Triebkopf nach dem Entfernen des Dachs.
Man sieht den riesigen alten Rundmotor.
Der Triebkopf ohne Gehäuse
Das Alu-Fahrgestell nach Demontage aller Teile
Aufgrund der Schwungmasse mußte hier etwas im Aluchassis ausgefräßt werden.
Der Triebkopf mit neuem Motor.
Vor dem Zusammenbau müssen an der Platine die zwei Stromzuführungen abgeschnitten und zwei Litzen an den Motor angelötet werden.
Es muß noch die Inneneinrichtung etwas ausgefräst werden, da die Schwungmasse zu breit ist.
Ein in alle Einzelteile zerlegter Mittelwagen.
(c) Frank Keil