Als erstes muß die Bühne ausgebaut werden. Dazu werden einige Blindstutzen auf beiden Seiten der Grube herausgezogen sowie der Sicherungsring in der Mitte der Bühne entfernt und die Bühne nach oben abgezogen. Wenn die Bühne dann schon einmal draussen ist, können gleich noch die unschönen Sperrsignale aus Plastik durch funktionierende Led-Signale ersetzt werden. Eine weiße Led im Maschinenhaus rundet den Umbau ab.
 
 
Der alte Antrieb wird nicht mehr benötigt und kann einfach nachdem die drei Drähte abgelötet sind, rausgezogen werden. Die vier Schleifkontakte am Bühnenende werden abgeschnitten, damit es beim Drehen der Bühne nicht zum Kurzschluß kommt. Der Nachteil ist, daß nun alle abgehenden Gleise mit Spannung zu versorgen sind. Dies hat den großen Vorteil das nun unabhängig der Bühnenposition Licht und Sound auf allen Abstellgleisen geschaltet werden kann. .
An der Stelle des alten Motors wird die Platine mit der Schaltung zur Steuerung der Sperrsignale eingebaut. Die Schaltung besteht aus zwei NOR-Gliedern die für den rot/weiß Wechsel der Signale verantwortlich sind. Dieser Trick wird nötig da nur drei Schleifer für vier Schaltzustände plus Versorgungsspannung zur Verfügung stehen. Für die Beleuchtung des Maschinenhaus gibt es noch einen 1,8k Vorwiderstand.
So sieht die Grube also ohne Bühne aus. In der Mitte sind die fünf Schleifringe für die Stromversorgung der Bühne zu sehen. Die alte Beschaltung von innen nach aussen: Motoransteuerung (rot, grau, gelb) , Schienenspannung  1&2. Die drei inneren Schleifringe bekommen eine neue Funktion: Spannungsversorgung (plus) für die Sperrsignale, Sperrsignal 1 rot, Sperrsignal 2 rot.
Der alte Führungszapfen der Bühne wird durch die neue lange Antriebswelle ersetzt und mit Zweikomponentenkleber befestigt. MTTM empfiehlt noch einen “Nagel” mit einzukleben.
Jetzt gilt es nur noch die Drehscheibe mit dem entsprechendem Programm nach den Gegebenheiten auf der Anlage zu parametrieren.
 
 
Nachdem der Kleber wirklich ausgehärtet ist, kann man beruhigt die Bühne mit der Antriebswelle durchstecken und den Schrittmotor fest schrauben. Zum Abschluß der mechanischen Arbeiten wird noch das Zahnrad auf der Achse befestigt und die Drehscheibe anschließend verkabelt.
Zuerst werden die Lötfahnen der Stromanschlüsse vorsichtig gerade gebogen, damit es später durch die Antriebswelle zu keinem Kurzschluß kommen kann. Die drei Messingbolzen die den Aluteller halten, müssen exakt an der richtigen Position mit Zweikomponentenkleber eingeklebt werden. Dazu montiert man sie am besten vor dem Einkleben am Teller.
 
 
So sieht die fertige Drehscheibe mit den funktionierenden Sperrsignalen und der Maschinenraumbeleuchtung aus.
Zuletzt geändert am 18.04.2019
Auf Grund von anhaltenden mechanischen Problemen mit dem Antrieb der Fleischmann HO-Drehscheibe entschloss ich mich diese umzubauen. Zum Einsatz kommt der Umbausatz von MTTM mit Schrittmotor und Selectrix-Decoder. Der Decoder ist kompatibel zum Drehscheibendecoder von Rautenhaus, so das es keine Probleme mit meiner Steuerungssoftware und Handregler gibt.
(c) Frank Keil